Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung zeigt folgende Einwohnerzahlen:

1866 1902 Einwohner
1891 2971 Einwohner
1911 3419 Einwohner
1921 2967 Einwohner
1931 3069 Einwohner
1941 2891 Einwohner

Die Gemarkung der Gemeinde Rudolfsgnad umfaßte 7319 Katastraljoch, hinzu kam Eigentum von insgesamt 2680 Katastraljoch auf benachbarten Gemarkungen, so daß zusammen mit den langjährigen Pachtfeldern die Rudolfsgnader Bauern rd. 11700 Joch (=ca. 5850 Hektar) bearbeiten.

Am 13. Oktober 1944 wurde der Kirchturm der Gemeinde durch Sprengung zerstört. Der Pfarrer Rudolf Schummer, der sich gerade auf dem Weg zum Pfarrhaus befand, wurde von einem herabstürzenden Stein erschlagen. Dieses Ereignis leitet die Zerstörung der Gemeinde ein.

Rudolfsgnad wurde in den Jahren 1945 – 1948 zu einem gefürchteten und grausamen Vernichtungslager, in dem Tausende von Donauschwaben den Tod fanden – Rudolfsgnad wurde damit zu einem Symbol der Vernichtung der donauschwäbischen Heimat.

Durch die Ereignisse des zweiten Weltkriegs wurden die Rudolfsgnader in alle Winde zerstreut, dennoch blieben die verwandtschaftlichen und nachbarschaftlichen Bande erhalten. So konnte die Ortsgemeinschaft der Rudolfsgnader am 16. und 17. Juli 1966 die Hundertjahrfeier der Ortsgründung in der Patengemeinde Leutenbach/Rems-Murr-Kreis feiern. Die Patenschaft über die donauschwäbische Gemeinde Rudolfsgnad wurde von der Gemeinde Leutenbach, auf Anregung von Gemeinderat Josef Harle, einem Rudolfsgnader, durch Gemeinderatsbeschluß am 18. November 1955 übernommen. Als Schicksalsgemeinschaft fühlen sich die Rudolfsgnader zur Pflege des donauschwäbischen Kulturerbes verpflichtet. Mit der Stiftung eines Modells der ehemaligen Gemeinde Rudolfsgnad, das im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen aufgestellt ist, soll hierzu ein Beitrag geleistet werden.